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Reiner Kunze – Die Wunderbaren Jahre

Hand-Out zum Buchreferat

 

Über den Autor: Reiner Kunze

Reiner Kunze, 1933 im Erzgebirgischen Oelsnitz geboren, legte 1951 sein Abitur ab, studierte Philosophie und Journalistik und war danach bis 1959 wissenschaftlicher Assistent an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nachdem ihm aufgrund von Vorwürfen der politischen Unzuverlässigkeit gekündigt wurde, ließ er sich 1962 mit seiner Frau in Thüringen als Übersetzer und freier Schriftsteller nieder. Nachdem er 1968 aus Protest gegen die Unterdrückung aus der SED austrat, wurde er mit Publikationsverbot belegt und man begann gegen ihn zu ermitteln.

Er schrieb über drei Jahre an seinem Prosa-Band „Die wunderbaren Jahre“ und ließ es dann in die Bundesrepublik schmuggeln und 1976 veröffentlichen. Nachdem er aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen wurde, war er gezwungen 1977 aus der DDR auszureisen.

 

Historische Zusammenhänge des Buches

Im Oktober 1949 entsteht aus der sowjetischen Besatzungszone die DDR. Die neue Regierung möchte den früher benachteiligten Bevölkerungsgruppen nun einen sozialen und beruflichen Aufstieg ermöglichen. Um diese Ziele zu erreichen sind jedoch Einschränkungen der Lebensqualitäten notwendig, es gibt zum Beispiel eine sehr strenge Überwachung der Bevölkerung. Weiterhin wird die Wehrerziehung eingeführt. An Schulen wird nun  Unterricht durchgeführt, der Kinder emotional auf den Soldatenberuf vorbereiten soll.

 

Inhalt des Buches

„Die wunderbaren Jahre“ besteht aus vier verschiedenen Kapiteln: „Friendenskinder“, „Federn“, „Verteidigung einer unmöglichen Metapher“ und „Café Slavia“. Reine Kunze übt in allen Texten Kritik an den Umständen in der DDR. Größtenteils stellt er dar, dass die freie Entwicklung Jugendlicher zu dieser Zeit nicht möglich war.

Textauszug: „Er durchbohrt Spielzeugsoldaten mit Stecknadeln. Er stößt sie ihnen in den Bauch, bis die Spitze aus dem Rücken tritt. Er stößt sie ihnen in den Rücken, bis die Spitze aus der Brust tritt.
Sie fallen. "Und warum gerade diese?"  "Das sind doch die anderen."

In diesem Text („Sechsjähriger“) kritisiert Reiner Kunze am Beispiel eines kleinen Jungen die staatliche Wehrerziehung. Er meint, dass Kinder zu unkritischen, nicht-denkenden Bürgern erzogen werden würden.

 

 

 

In dem Drama “Die Physiker” von Friedrich Dürrenmatt geht es um drei Physiker die sich Newton, Einstein und Möbius nennen. (der Überzeugung ihm würde König Salomo erscheinen). Sie leben gemeinsam in einer ‘Villa’, die zu einem Irrenhauses gehört. Newton erdrosselte drei Monate zuvor die für ihn zuständige Krankenschwester. Einstein ermordete ebenfalls seine Krankenschwester. Der Leser wird sofort mit dem Tatgeschehen konfrontiert. Nach der Abfahrt des Inspektors bekommt Möbius von seiner Ex-Frau und seinen Kindern Besuch und bemüht sich seinen Wahnsinn zu verdeutlichen. Nachdem auch Möbius seine Krankenschwester ermordet wiederholt sich die Anfangsszene erneut. Bis zu diesem Punkt ist man noch in dem Glauben, dass sich das Stück lediglich um die Morde an den Krankenschwestern dreht. Deshalb ist die Überraschung jedoch umso größer als die drei Physiker schließlich zusammenkommen, sich unterhalten und ihre wahren Motive zum Vorschein bringen – ebenso wie der Auftritt des Fräulein Doktor & ihre Rolle in der ganzen Geschichte. Also nimmt das Drama zum Schluss eine sehr überraschende Wende.


Nils-Erik Schulz, Quellen: www.wikipedia.de, www.hausarbeiten.de, www.hdg.de, www.reiner-kunze.de,

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